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Rollertuning
Roller - Motorroller

Der große Allrounder

Motorroller Piaggio Beverly 500 - Kurztest I

Motor - Variomatik
 
Mit einem Dreh am Zündschlüssel wird die serienmäßige Wegfahrsperre überwunden. Ein Druck auf den Anlasserknopf und das 500er Aggregat nimmt leise bollernd seinen Dienst auf.
 
Das große Einzylinder-Triebwerk sorgt für deutliche Vibrationen, die bei höheren Drehzahlen allmählich in den Hintergrund treten. Beim beherzten Dreh am Gasgriff schiebt der Beverly ordentlich an und die Variomatik hangelt sich unauffällig das Drehzahlband herauf.
 
Allerdings fällt wie bei vielen anderen Maxiscootern ebenfalls auf, dass die Variomatik viel zu früh schaltet. Das schont zwar Material und das Benzinreservoir, lässt aber das wahre Leistungs- und Beschleunigungspotenzial des Beverly 500 nicht zum Tragen kommen.
 
Durch die leistungsfeindliche Abstimmung der Variomatik sind peinliche Situationen beim Ampelstart vorprogrammiert: So lässt unser getunter Sportcity den Beverly an der Ampel glatt stehen. Erst bei 90 km/h kann der Beverly - dann immerhin kraftvoll - am Sportcity vorbeiziehen.
Piaggio - Beverly 500
Aprilia Rollertuning Motorroller
Wer die hier beschriebenen Tuningmassnahmen an seinem Roller durchführt, macht dieses auf eigenes Risiko und eigene Gefahr. Für die Tuningmethoden kann keine Gewähr oder Haftung übernommen werden oder Ansprüche irgendeiner Art geltend gemacht werden. Durch Tuning erlischt die Betriebserlaubnis u. U. auch der Versicherungsschutz.Zudem hat das Tuning negative Auswirkungen auf die Werksgarantie.
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Beverly 500 von Piaggio
Fahren - Fahrwerk
 
Der Piaggio-Maxi ist fahrwerksmäßig straff ausgelegt. Ein MUSS für einen Roller, der mit 160 km/h unterwegs sein kann. Der Nachteil: Starke Fahrbahnunebenheiten werden direkt an den Fahrer durchgereicht. Allerdings verhütet die komfortable Sitzbank das Allerschlimmste.
 
Gleich in der ersten Kurve fällt auf, der Beverly möchte lieber stoisch geradeausfahren. Nur äußerst unwillig lässt er sich zur Kurvenfahrt überreden. Es ist in etwa so, als würde man einen Gourmet nötigen, Pommes-Rot-Weiß in sich hineinzuzwingen.
 
Das widerspenstige Fahrverhalten bekommen wir jedoch dadurch in den Griff, indem wir den Lenker locker halten und mit Gewichtsverlagerung arbeiten - dann macht das Kurvenfahren sogar Spaß.
 
Wo Schatten ist, ist auch Licht. Das beharrliche Geradeaus prädestiniert den Kraftscooter für lange Schnellstraßen- und Autobahnfahrten.
 
Und weil wir gerade beim Thema Autobahn sind: Der Piaggio Beverly läuft laut Tacho knappe 170 km/h und liegt dabei stabil auf der Bahn. Die serienmäßige kleine Windschutzscheibe sorgt dafür, dass diese Geschwindigkeit entspannt und überhaupt nicht kräftezehrend zu bewältigen ist.
 
Insgesamt ist der Großscooter fahrwerksmäßig ein gelungener Kompromiß zwischen Stadt und Schnellstraße - wenn man sich an das Kurvenverhalten gewöhnt hat.
Stoßdämpfer Roller
Einstellbare Stoßdämpfer links und rechts
Tacho
Scooter-Express
Bremsen
 
Der Roller aus dem Hause Piaggio hat eine bemerkenswerte Bremsanlage.
 
Wie in dieser Klasse üblich, sind vorne zwei und hinten eine Bremsscheibe am Werk. Doch jetzt das Besondere: Zieht man am rechten Bremshebel, wird eine vordere und die hintere Bremsscheibe aktiviert. Zieht man am linken Bremshebel, wird die andere vordere Bremsscheibe und wieder die hintere Bremsscheibe mobilisiert.
 
Das Ganze ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man auf anderen Zweirädern bislang den rechten Bremshebel als Hauptbremse und den linken Hebel für die Hinterradbremse zum Stabilisieren genutzt hat.
 
Insgesamt bremst der Beverly mit diesem System recht ordentlich, obwohl eine etwas bissigere Bremsanlage dem Beverly gut zu Gesicht stehen würde.
Bremsen Piaggio Beverly
Freundliche Bremsen: Ganz nett und nicht bissig